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Sturmflut 1509

Am 26.09.2009 jährte sich zum fünfhundertsten Male die Cosmas- und Damian-
Flut. Bis heute sind die Folgen dieser Sturmflut in ihrem Ausmaß die größte
Katastrophe, die die Menschen rund um den Dollart je erlebten. Über 30 Dörfer
und Kirchspiele sind im Zuge dieser Flut auf deutscher und niederländischer
Seite versunken oder verlassen worden.

Dieses zu verdeutlichen und den Menschen rund um den Dollart bildlich
näher zu ringen war Zielsetzung des Projektes.

Fotos vom Deichevent an der großen Seeschleuse in Emden gibt es unter "weiter"

Fotos vom Deichevent an der großen Seeschleuse in Emden am 26.09.2009,
die uns freundlicherweise von Hartmut Berkau zur Verfügung gestellt wurden:

Eröffnung durch die Bürgermeisterin Andrea Risius: 

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Moderation Gerd Brandt von der Gruppe Laway:
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Catering vom "Hafenhaus" in Emden:

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Auftritt der "Malle Diven" unter Leitung von Christine Schmidt:

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Verkauf von Losen und Werbeartikeln:

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Die Münzprägemaschine wurde bedient von Holger Rodiek:

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Jonglieren

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Vorleser:

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Töpfern mit Hilkje van Damme:

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Holzschuhe bemalen mit Andreas Streich:

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Volkstänze:

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Auftritt der Gruppe Laway:

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Altertümliche Musik unter der Leitung von Hans-Jürgen Tabel:

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Verlosung:

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Aufführung einiger Szenen des Musicals "Dat lesde Lücht":

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Beamer-Show Krummhörn/Emden/Rheiderland/Niederlande:

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Wissenschaftlicher Vortrag – „Was ist belegt“ von Dr. Otto Knottnerus

Die Sturmfluten vom 12. Jahrhundert bis 1509 haben in der Region um den Dollart große
Veränderungen bewirkt. Immer wieder verschoben sich ganze Landstriche und Grenzen.
Wie sich das Land entwickelte, welche wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen die
Sturmfluten hatten und bis heute haben, erläutert Dr. Otto Knottnerus (NL)
in einem
wissenschaftlichen Vortrag in Kooperation mit dem Verein für Kunst und vaterländische
Altertümer in Emden. 
Umfangreiches Kartenmaterial aus den verschiedenen Epochen
wird zu sehen sein. Bücher zum Thema werden vorgestellt und empfohlen.
 

Die Veranstaltung findet statt am 10.03.2009 um 20.00 Uhr im Rummel des
Ostfriesischen Landesmuseum in Emden.

 


Kunstausstellung – Die Prophezeiung

Niederländische und deutsche Künstler des Vereins Kulturbrücke-Emsdelta e.V. haben
in Gemälden, Grafiken, Fotografien, Skulpturen und Installationen ihre Inspirationen zum
Motiv „Sturmflut“ zum Ausdruck gebracht. Darstellungen von Sturm, Wasser, überfluteten
Dörfern, ertrinkenden Menschen und Tieren, aber auch Assoziationen zur biblischen
Sintflut, zu Mythen und Legenden sind entstanden. Die Ausstellung startete im
September 2008 in der Manningaburg in Pewsum / Krummhörn.

Vom 26.04.2009 waren die Exponate in der Galerie „Golden Zieltje“ in
Termunterzijl/NL zu sehen sein und im September in Bunde.

 

Die teilnehmenden Künstler waren: Hielkje van Damme, Loquard D/NL, Keramik-Objekt;

Kriso ten Doornkaat Koolman, Rysum D, Malerei; Margit Hillen, Hamswehrum D, Malerei;
Rolf Hillen, Hamswehrum D, Grafik und Installation;
Harro Hinrichs, Neermoor D, Malerei;
Jaap van den Hoofdakker, Huizinge NL, Malerei;
Jany Niemeijer, Nieuwolda NL, Installation;
Ulrike Sanne, Groothusen D, Malerei; Francine Schrikkema, Huizinge NL, Malerei;
Katharina Schultz, Tergast D, Installation; Roland H.A. Wolff, Greetsiel D, Fotografie 


Ausstellung – Strandgut

Anke Rösner (D), Installationen ergänzte durch Stücke der Keramikgruppen der LAK
unter der Leitung von Hielkje van Damme und Installationen der LAK-Kinderkunst-
gruppe unter der Leitung von Andrea Barghoorn
 

Fluten bringen Überraschendes… Die Cuxhavener Künstlerin Anke Rösner stellt seit 1983
ihre einzigartigen Treibholzobjekte im norddeutschen Raum aus.
Der Gedanke der Ver-
wandlung durch naturhafte Einflüsse ist Inhalt ihrer Arbeit. Treibholz, Steine, rostiges Metall,
gefunden am Strand durchlaufen einen langen Prozess. Sturm, Wasser, Sonne verändern
sie in ihrer ursprünglichen Form und Farbe radikal.
Die Bearbeitung, die das Treibholz, die
Steine, das rostige Metall durch die Künstlerin erfahren, hält den Prozess der Verwandlung
auf, sie gibt den Objekten eine neue Wichtigkeit und lässt sie wieder lebendig werden in
einer neuen Dimension.

Die LAK-Keramikgruppe zeigte Objekte und Installationen zum Thema Sturmflut.

Die LAK-Kinderkunstgruppe präsentierte eine Installation aus Ergebnissen eines Workshops
zum Thema „Versunken im Meer“.


Musiktheater – Dat lesde Lücht

Wir schreiben das Jahr 1509, der niederländische Prophet Jaarfke warnt die Menschen vor
einer bevorstehenden Flut mit verheerenden Folgen. Nur gemeinsames Handeln könne
eine Katastrophe noch verhindern… Plattdeutsch/gröningses Musical zu Prophezeiungen,
Schicksalen, Herausforderungen, Bedrohungen und Verführung…

Ein Kooperationsprojekt der Ländlichen Akademie Krummhörn und der Stichting
"Verdronken Geschiedenies", aufgeführt von rund 120 Mitwirkenden der LAK und ihren
niederländischen Partnern im historischen Ambiente im Ohlingschen Hof des Ostfriesischen Landwirtschaftsmuseums Campen (Krummhörn)

Autor: Martin Winklbauer     Komponist: Kai Leinweber     Regie: Claus Gosmann
Musikalische Leitung: Bodo Florian 

 


 

Dollartevent – Een Lücht för elke Dörp… 500 Jahre später 

Zur Erinnerung an die Dörfer, Kirchspiele und Menschen, die Opfer der Cosmas- Damian-
Flut wurden, fand am 26.09.2009 eine Gedenkveranstaltung statt. Im Emder Hafen und in
Nieuwestatenzijl kamen die Menschen zusammen und erlebten am Deich die Geschichte.
Positionen von 15 der insgesamt mehr als 30 versunkenen oder verlassenen Dörfern rund
um den Dollart wurden in der Nacht auf Schiffen und an Land mit Laserbeamern erstrahlt,
um das Ausmaß der Katastrophe von 1509 sichtbar werden zu lassen.

 

Die Veranstaltung begann mit einem umfangreichen Rahmenprogramm. Kinder
konnten eine Flaschenpost senden, Schiffsplanken bemalen und Fackeln bauen.

Um 17.30h gab es ein historisches Fischermahl.

Ab 19.00h wurden Szenen aus dem Musiktheater „Dat lesde Lücht“ aufgeführt.

Um 20.00h begann die Lasershow, zu deren Abschluss die Menschen beiderseits des
Dollarts Fackeln entzündeten.