30 Jahre Kinderrechte in Deutschland

Im Novem­ber 2019 jähr­te sich Ver­öf­fent­li­chung der UN Kin­der­rechts-Kon­ven­ti­on zum 30. Mal. 99 Para­gra­fen, die von 166 Län­dern unter­zeich­net wur­den und von 130 Län­dern, dar­un­ter auch Deutsch­land am 5. April 1992, rati­fi­ziert sind, um Kin­dern zu ihrem Recht zu verhelfen.

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Das Projekt

Aus die­sem Anlass hat der Lan­des­ver­band der Kunst­schu­len Nie­der­sa­chen e. V. ein ver­netz­tes Kin­der- und Jugend­pro­jekt unter dem Mot­to „Stra­ße der Kin­der­rech­te“ auf­ge­ru­fen. Schirm­herr die­ses Pro­jekts ist der nie­der­säch­si­sche Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil.

Die Web­sei­te zum Pro­jekt ist unter der Adres­se https://kinderrechte-und-kunstschulen.de zu fin­den. Auch das Pro­jekt der LAK ist dort zu fin­den.

Die Straße der Kinderrechte der LAK

Die LAK hat sich Gedan­ken zu die­sem Pro­jekt gemacht und wird tat­säch­lich eine Stra­ße für einen gewis­sen Zeit­raum zu einer Stra­ße der Kin­der­rech­te wer­den lassen.

Aus­ge­wählt haben wir dazu die Stra­ße „Neu­er Weg“, die die Stadt Emden und das Dorf Groß Mid­lum der Gemein­de Hin­te ver­bin­det. Die­se Stra­ße ist viel­be­fah­ren und liegt mit­ten im wei­ten Land umringt von grü­nen Wiesen.

An die­ser Stra­ße wer­den im Juni, im Sep­tem­ber und im Dezem­ber am Knocks­ter Tief gro­ße Pla­kat­ta­feln ste­hen, auf denen wir Bil­der zei­gen wer­den, die von Kin­dern und Jugend­li­chen selbst gestal­tet wer­den. Zu Ver­fü­gung gestellt wird die Flä­che freund­li­cher­wei­se vom I. Ent­wäs­se­rungs­ver­band Emden.

Karte - Kinderrechte 1
Karte - Kinderrechte 2

Teil 1 – Graffiti

Der ers­te Teil des Pro­jek­tes wur­de im Rah­men eines Work­shops am Wochen­en­de 7./8. Mai erar­bei­tet. 7 Kin­der im Alter zwi­schen 8 und 11 Jah­ren erar­bei­te­ten Bil­der als Graf­fi­ti-Spray­objek­te. Die Kin­der aus dem Work­shop der LAK frag­ten zunächst, was denn über­haupt ein Recht ist. Nach­dem die­se Fra­ge geklärt war, wur­den die wich­tigs­ten Para­gra­fen erör­tert. Das Recht auf Gleich­heit, Bil­dung, Gesund­heit, Spiel und Frei­zeit, freie Mei­nungs­äu­ße­rung und Betei­li­gung, gewalt­freie Erzie­hung, Schutz vor Aus­beu­tung, ein Recht auf Für­sor­ge. Die Kin­der berich­te­ten über Erleb­nis­se und Erfah­run­gen aus ihrem All­tag in der Schu­le und unter Freun­den, wo ihnen auf­ge­fal­len ist, dass noch nicht alle Rech­te selbst­ver­ständ­lich sind und erst recht nicht für alle Kin­der der Welt. Das gilt im Umgang mit Erwach­se­nen genau­so, wie auch unter­ein­an­der. Gemein­sam wur­den Wor­te for­mu­liert, die das Ergeb­nis des Gesprächs beschrei­ben soll­ten. Danach ging es an die künst­le­ri­sche Arbeit mit der Spray­do­se. Unter Anlei­tung des Graf­fi­ti-Künst­lers Tim Wri­te und der Künst­le­rin Inken Rein­ders began­nen die Kin­der zunächst vor­sich­tig auf Lein­wän­den mit Spray­do­sen zu malen. Nach kur­zer Zeit schon fiel die Scheu und die Kin­dern star­te­ten expe­ri­men­tell mit den Far­ben zu gestal­ten. Auf rie­si­gen Foli­en wur­de in gro­ßer Gemein­schaft gesprayt, was ging. Das Schö­ne an den Graf­fi­ti-Far­ben ist, dass die Bil­der immer wie­der über­malt, neu gestal­tet und ver­än­dert wer­den kön­nen. Das Kunst­werk durch­lebt ver­schie­de­ne Pha­sen, bis es tat­säch­lich fer­tig gestellt ist. Am zwei­ten Tag des Graf­fi­ti-Work­shops ging es dar­um, aus den gesam­mel­ten Wor­ten zu den Kin­der­rech­ten ein Graf­fi­ti zu ent­wi­ckeln, dass an der „Stra­ße der Kin­der­rech­te“ zwi­schen Emden und Groß Mid­lum zu sehen sein soll­te. Die Kin­der ent­schie­den sich für den fol­gen­den Satz: Lasst mich sein, wie ich bin. Dazu wur­de eine Figur ent­wi­ckelt, die die Kin­der sym­bo­li­siert. Jedes Kind über­nahm die Gestal­tung eines Wor­tes bzw. der Figur. Ent­stan­den ist ein Graf­fi­ti Kunst­werk, das, so hof­fen sie Kin­der, vie­le auf ihrer Auto­fahrt zwi­schen Emden und der Krumm­hörn und Hin­te sehen werden.

Graffiti-Workshop - Gruppe
Workshop 1
Workshop 2

Lei­der hat sich die Auf­stel­lung der Pla­ka­te wegen Lie­fer­schwie­rig­kei­ten ver­zö­gert, Am 07.06.2022 wur­de das Pro­jekt des­halb zunächst in Pews­um unter Betei­li­gung eines LAK-Chors und im Bei­sein des Auricher Land­rats Olaf Mei­nen, der Krumm­hör­ner Bür­ger­meis­te­rin Hil­ke Loo­den und Ober­siel­rich­ter Rein­hard Beh­rends vom I. Ent­wäs­se­rungs­ver­band Emden vorgestellt..

Veröffentlichun Graffiti-Plakate 07.06.22 (1)
Veröffentlichun Graffiti-Plakate 07.06.22 (2)

Teil 2 und 3

Für Teil 2 (Sep­tem­ber) und 3 (Dezem­ber) wer­den Kin­der aus Grund­schu­len in der Krumm­hörn Kunst­wer­ke erstellen.